Ingenieurleistung

octapharma VG2, AT

Untersuchung des energetischen Verhaltens des Gebäudes und Aufzeigen von Optimierungsmaßnahmen.

Projektdaten
Auftraggeberoctapharma Pharmazeutika Produktionsges.m.b.H.
OrtWien, A
Bauvolumenn/a
Projektdauer2016
Fertigstellung2016
Kostenn/a
ProjektteamMichael Haugeneder
Peter Rechberger
Florian Stift

Das Research & Development Gebäude am octapharma-Campus in 1100 Wien wurde im Rahmen einer Nachhaltigkeitsstudie auf dessen soziokulturelle Qualität hin untersucht. Weiterführend zu dieser Untersuchung wurde eine vertiefende Analyse zur Verbesserung der Qualität durchgeführt.

Der Untersuchung vorangestellt ist eine Grobanalyse der technischen Einrichtungen. Diese dient zur Aufnahme der allgemeinen Funktion, des Leistungsbedarfes und des energetischen Verhaltens. Mögliche Potentiale zur Steigerung der Effizienz wurden bereits hier aufgezeigt.

  • Durch die durchgeführte Thermographie der Gebäudehülle und der haustechnischen Systeme konnte das thermische Verhalten dieser Bauteile untersucht werden.
  • Eine Begehung der Haustechnikbereiche und Büroflächen gab Aufschluss über die aktuelle Funktion und Leistungsfähigkeit der Anlagen zur Energieversorgung

In einer an die Ergebnisse der Grobanalyse erstellten Feinanalyse konnten weitere Verbesserungen gefunden werden. Aus der Begehung der haustechnischen Systeme wurde anhand der Installationsschemata ein Konzept zur Optimierung des Energieeinsatzes erarbeitet. Hierbei konnten folgende Maßnahmen gefunden werden:

  • Einbindung einer hydraulischen Weiche im Primärkreis der Kälteerzeugung um die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der vorhandenen Kältemaschine zu erhöhen.
  • Änderung der Anbindung der Wärmeabgabekreise am Hauptverteiler um gegenseitige Beeinflussung der Betriebsarten zu vermeiden.
  • Die Erfordernis aller derzeit installierten Pumpen wurde in Frage gestellt und wird im Betrieb des Gebäudes laufend optimiert.
  • Bauliche Maßnahmen wurden erarbeitet um die Energieverluste des Technikraumes zu minimieren, und dadurch die Systemeffizienz zu erhöhen.

Um den tatsächlichen Energiebedarf einem Referenzwert gegenüberzustellen, wurde das Gebäude zusätzlich in einer dynamischen Simulationsumgebung thermisch simuliert. Die Ergebnisse können somit mit den im tatsächlichen Betrieb auftretenden Leistungsanforderungen und Energiebedarfen verglichen werden.